Porridge Grundrezept

von | 21. Dez. 2018

Porridge ist ein gekochter Haferbrei, der in Nordeuropa eine lange Tradition hat. Besonders in Schottland war er lange Zeit das wichtigste Grundnahrungsmittel und ist auch heute noch so beliebt, dass die Schotten jedes Jahr eine Weltmeisterschaft im Porridgekochen ausrichten. Hier ist ein schöner Podcast der BBC, die dem Porridge eine ganze Sendung gewidmet hat:

Auch ich bin ein Fan des schottischen Grundrezeptes, das ich hier vorstellen will. Es besteht nur aus Hafer, Wasser und einer guten Prise Salz. Abgerundet wird der Porridge mit einem Stück Butter oder etwas Sahne.

Vorbereitung

Ich nehme für dieses Rezept kernige Haferflocken, weil mein Porridge etwas Struktur und Biss haben soll. Man kann aber auch mit blütenzarten Haferflocken arbeiten, die ein cremiges und feineres Ergebnis liefern. Das Rezept dauert nur 5 Minuten und reicht für zwei Portionen.

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Das wird gebraucht:

  • 100 g kernige Haferflocken
  • 500 ml Wasser
  • ½ TL Salz
  • Stück Butter (20 g)

Wichtigste Utensilien:

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So wird’s gemacht

Porridge kochen ist denkbar einfach: Man gibt Haferflocken, Salz und Wasser zusammen in einen Topf und lässt das ganze auf hoher Stufe kurz aufkochen.

Anschließend dreht man den Herd auf die niedrigste Stufe herunter und lässt den Porridge langsam weiter köcheln. Dabei wird ständig mit einem Spatel umgerührt, damit nichts am Boden kleben bleibt.

Nach 5 Minuten ist der Porridge schon fertig. Er schön cremig geworden, aber hat immer noch Biss. Zum Schluss gebe ich noch ein Stückchen Butter dazu, um den Geschmack abzurunden.

Man kann den Porridge übrigens auch länger köcheln lassen (in Schottland bis zu 20 Minuten). Der Hafer wird dabei langsam zerkocht und bindet immer mehr Wasser. Das sorgt für ein feineres, aber auch festeres Ergebnis. 

Das war wie gesagt nur das Grundrezept, das sich nach Belieben verfeinern und ergänzen lässt. Man kann den Porridge zum Beispiel mit Nüssen oder Trockenobst kochen, ihn mit Xucker oder Honig süßen, verschiedene Gewürze einsetzen (Vanille, Zimt, Kakao, Lorbeer usw.) und ihn mit Joghurt, Chiamarmelade oder frischem Obst toppen.

Ich würze meinen Porridge sehr gerne mit frisch gemahlenen Zimt. Oder ich gebe gemischtes Beerenobst dazu, das ich immer im Tiefkühlfach auf Vorrat habe, und koche eine schnelle Vanillesauce aus Sahne, Xucker und Vanilleessenz dazu.

Wissenswertes:

Porridge macht gute Laune! Im Englischen spricht man auch von der “Porridge Mood” (Porridge-Stimmung). Auch bei uns gibt es die alte Redewendung “ihn sticht der Hafer”, wenn sich jemand besonders energiegeladen und tatkräftig fühlt. Was macht den Hafer eigentlich so besonders?

Der Hafer hat eine Menge bemerkenswerter Eigenschaften. Erst einmal ist er ein sehr nahrhaftes Getreide. Er hat einen besonders hohen Eiweiß- und Fettgehalt, ist randvoll mit Ballaststoffen und deckt eine Reihe von kritischen Nährstoffen ab. So ist der Hafer besonders reich an B-Vitaminen, welche eine Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel spielen, aber auch an Magnesium, Eisen, Zink und Selen.

Darüber hinaus gehört das Hafereiweiß zu den wenigen guten Quellen für die Aminosäure Tryptophan (rund 180 mg pro 100 g). Das Tryptophan ist der Ausgangsstoff, aus dem später das “Gute-Laune-Hormon” Serotonin gebildet wird, das eine ganz zentrale Rolle für unsere Gemütslage spielt. Menschen, die unter einer depressiven Verstimmung leiden, weisen zum Beispiel sehr häufig auch einen Serotonin-Mangel auf.

Besonders interessant sind auch die wasserlöslichen Ballaststoffe im Hafer. Sie bilden in Flüssigkeit ein geschmeidiges Gel, das sehr angenehm im Magen liegt und gleichzeitig die Magenentleerung verzögert. Das sorgt nicht nur für eine lange Sättigung, sondern auch für einen langsamen Blutzuckeranstieg. Daher zählt der Hafer zu den besonders blutzuckerfreundlichen Lebensmitteln. Nicht umsonst hat man früher Haferkuren in der Diabetestherapie eingesetzt, um den Blutzuckerspiegel und den Insulinbedarf von Diabetikern zu senken.

Auch die Darmflora freut sich über die vielen guten Ballaststoffe im Hafer. Sie stellt daraus kurzkettige Fettsäuren her, die für unsere Darmgesundheit sehr wichtig sind. Und diese hat ja eine Menge mit unserem allgemeinen Wohlbefinden und unserer Stimmung zu tun. Außerdem wissen wir inzwischen aus der Mikrobiom-Forschung, dass auch die Darmbakterien selbst über Signalwege verfügen, um unsere Gemütslage zu beeinflussen.

Zum Schluss gibt es noch einige Pflanzenwirkstoffe (Phytochemicals) im Hafer, die möglicherweise eine psychoaktive Wirkung haben und auf unsere Stimmung Einfluss nehmen können. Einige davon scheinen die Ausschüttung des Sexualhormons Testosteron zu fördern.

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