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375 Kommentare

  1. Lieber Erik,

    ich hab lange schon recht schräge Cholesterinwerte. LDL viel zu hoch, HDL Gott sei dank (wie ich jetzt weiß) auch sehr hoch. Viele Ärzte schon gefragt, ob, bzw. was ich tun könnte. So viele Fragen, so unterschiedliche Meinungen hab ich zu meinen Werten bekommen. Die allermeisten haben nur beschwichtigt und meinten man könne quasi die beiden Werte einfach gegenrechnen und machen könne man nix.
    So bin ich quasi durch Zufall auf auf eine Blutuntersuchung gekommen, in der man festgestellt hat, dass ich leider dem LDL-Phänotyp B angehöre.
    Immer noch auf der Suche nach Antworten bin ich auf deine Seite gestoßen und …. was soll ich sagen, für mich quasi regelrecht eine Offenbarung. Super gut erklärt, verständlich auch für Laien leicht zu lesen. Ich hab gestern diese Seiten quasi verschlungen. Hab ganz herzlichen Dank dafür. Ich hab es jetzt quasi richtig verstanden und hoffen, mein Wissen ernährungstechnisch umsetzten zu können. Ich hab soviel versucht und immer an den falschen Rädchen gedreht.

    Ich werde mir über diese App (ich hab auch keinen Kindle) deine Seiten holen.

    Liebe Grüße
    Birgit

    Antworten
    • Hallo Birgit,

      freut mich, dass ich dir mit meinen Artikeln einen ersten Einstieg in das Thema verschaffen konnte. Ich kann dir darüber hinaus auch den “Ernährungskompass” von Bas Kast empfehlen. Dort wird das Thema ebenfalls besprochen und ich kann alles unterschreiben, was Kast dort an Ernährungstipps gibt. Es gibt keinen besseren Weg um hohe Triglyceride zu senken und die LDL-Partikelgröße positiv zu beeinflussen, als Kohlenhydrate zu reduzieren, auf Alkohol und Zucker zu verzichten und dazu noch Intervallfasten zu betreiben (d.h. längere Nüchternzeiten von mind. 14 Stunden).

      Viele Grüße
      Erik

    • Lieber Erik,
      scheinbar muss ich doch nochmal genau nachlesen. Habe ich, so ich die Tipps zur Ernährung quasi konsequent umsetze, eine Chance aus diesem LDL-Phänotyp B rauszukommen? Mir fällt tatsächlich sehr schwer zu glauben, dass ich einzig durch die Ernährung (und ich war bislang der Meinung ich wüsste ganz gut darüber Bescheid) tatsächlich auf das LDL wirklich nennenswert einwirken kann. Bisher haben mir die Ärzte immer erzählt ich könne über die Ernährung nicht wirklich was bewegen.

      Liebe Grüße
      Birgit

    • Die Ernährung spielt auf jeden Fall eine wichtige Rolle. Wer seine Leber mit vielen schnellverdaulichen Kohlenhydraten, insbesondere viel Zucker und Alkohol, belastet, wird daraus viel neues Fett in der Leber aufbauen. Dieses neugebildete Fett wird dann in besonders fettreichen VLDL abtransportiert, aus denen schließlich das Typ-B-LDL entstehen kann (siehe Artikel). Von daher ist es niemals verkehrt sich leberfreundlich zu ernähren (siehe oben).

      Fehlernährung ist aber nicht die einzige Ursache. Mit Sicherheit spielt auch eine genetische Veranlagung zu hohen LDL-B-Werten bei einigen Menschen eine Rolle. Ich kann hier leider nur einen allgemeinen Überblick über das Thema geben, soweit es mein Wissensstand erlaubt. Ich bin definitiv kein Experte und kann auch keine konkreten Ratschläge geben, außer sich besonders gesund zu ernähren.

  2. Hi Erik,

    wirst du dich im Workshop einmal näher mit dem Thema Alkohol auseinandersetzen?

    Und, insbesondere, hast du eine Meinung zu Bas Kasts Empfehlungen zum Thema Alkohol? Er rät ja zu mäßigem Alkoholkonsum, da dieser gesund, u.A. gut fürs Herz, sei. Meines Wissens ist er da genau selbst in die Kausalitäts-Korrelations-Falle getappt, vor der er selbst warnt. Laut der Sonderausgabe Alkohol vom Spektrum der Wissenschaft hat man in diesen Studien nicht berücksichtigt, dass in der Gruppe der vollständig Abstinenten Alkoholiker auf Entzug sind sowie Menschen, die aufgrund starker gesundheitlicher Beeinträchtigungen keinen Alkohol trinken können. Das verzerre die Statistik.

    Liebe Grüße,
    Philipp

    Antworten
    • Hallo Phillip,

      ich argumentiere in meinem Kurs ja eher im Sinne der Lebergesundheit. Alkohol ist (genauso wie Zucker) ein Genussgift, welches direkt auf die Leber wirkt, und mit dem man vernünftig und sparsam umgehen sollte. Wenn ich mich richtig erinnere empfiehlt Kast nicht mehr als einen Drink am Tag und das auch nur einige male pro Woche. Dieser Empfehlung kann ich mich grundsätzlich anschließen. Ob das irgendeinen Vorteil für die Herzgesundheit hat, kann ich leider nicht beurteilen (Ich habe mir die Studien selbst nicht angeschaut). Ich halte andere Faktoren für sehr viel wichtiger (siehe Artikel zu den Lipoproteinen). Ich würde auf jeden Fall niemanden dazu ermuntern Alkohol zu trinken, der es sonst nicht tun würde.

      Viele Grüße
      Erik

  3. Hi Erik!

    Ich lese deinen Kurs ja schon lange und habe mich zwischenzeitlich recht intensiv in mehreren Büchern in den menschlichen Stoffwechsel eingelesen, bin aber natürlich kein Experte. Dennoch glaube ich, einen logischen Fehler gefunden zu haben:
    “Interessanterweise gehören die Nerven zu den wenigen Zellen, die kein Insulin benötigen, um Traubenzucker aus dem Blut aufzunehmen. Das gleiche gilt für die Muskeln, aber nur wenn sie unter starker Anstrengung stehen!”
    (Artikel Insulinresistenz, Abschnitt “Stress”)

    Bas Kast behauptet in seinem Ernährungskompass ebenfalls, die Muskeln könnten unabhängig vom Insulin, je nach Bedarf, Glucose aus dem Blut aufnehmen.

    Ich glaube, dass das so ohne Weiteres nicht stimmen kann. Grund:

    Geht dem Körper die Glucose aus (d.h. die Glykogenspeicher der Leber sind leer), dann muss er mit der Gluconeogenese beginnen. Das ist problematisch, weil es a) energetisch ineffizient ist (6 ATP werden gebraucht um 2 ATP Glucose-äquivalent zu generieren) und b) Proteine als Ausgangsstoff benutzt werden müssen, was auf Dauer die Muskeln abbaut.
    Diese Glucose wird in der Leber generiert, weil das Gehirn (und die anderen Nervenzellen und Eryhtrozyten) zwingend Glucose brauchen und stürben, ginge sie je aus.

    Aktiviert wird die Gluconeogenese durch niedriges Insulin und steigendes Glucagon. Gleichzeitig werden hierdurch die Fettzellen dazu animiert, Fett aufzuspalten und in Form von sog. NEFAs ans Blut abzugeben.

    Wären die Muskeln jetzt also in der Lage, dem armen Gehirn den ganzen Traubenzucker wegzufressen, obwohl der Insulinspiegel niedrig ist, dann wäre dies lebensbedrohlich: Der Steinzeitmensch hat seit 4 Tagen nichts gegessen, die Gluconeogenese läuft auf Hochtouren, da begibt der Steinzeitmensch sich auf die Jagd, strengt seine Muskeln an – und wird ohnmächtig, weil die Muskeln dem Gehirn den Traubenzucker nehmen.

    Ich denke also, es MUSS so sein, dass die Muskeln bei niedrigem Insulinspiegel nur noch ihre eigenen Glycogenspeicher und, nachdem diese erschöpft sind, aus dem Blutt aufgenommene Fettsäuren verbrennen können. Die Glucoseaufnahme muss blockiert werden, damit alles für das Gehirn übrig bleibt.

    Ich bin wie gesagt auch kein Fachmann und würde mich freuen, wenn du mir helfen kannst, das Puzzle zu lösen. Ich war auch sehr überrascht, das Gleiche bei Kast zu lesen, weil es m.A.n. eben nicht sein kann und wohl irgendwo ein Missverständnis bestehen muss.

    lG
    Philipp

    Antworten
    • Hallo Philipp,

      es gibt mehrere Transportmechanismen mit denen Glucose in das Innere einer Zelle gelangen kann. Die Muskeln besitzen u.a. einen Transporter, welcher bei intensiver Belastung aktiv wird, und die Aufnahme von Glucose auch unabhängig von Insulin ermöglicht. Dazu kannst du auch viele freie Artikel im Netz finden.

      Dies führt beim gesunden Menschen auch nicht gleich zu akuter Unterzuckerung. Bedenke: Ein normaler Blutzuckerspiegel entspricht der Kleinigkeit von 1 g Glucose auf einen Liter Blut (sogar etwas weniger). Unser Körper ist ziemlich gut darin den Blutzuckerspiegel, wie auch alle anderen Blutinhaltsstoffe (Mineralien, Proteine etc.), in sehr engen Grenzen zu regulieren.

      Dass das Gehirn ausschließlich auf Glucose angewiesen ist, ist auch nur bedingt richtig. Der Steinzeitmensch, der seit vier Tagen nüchtern ist, würde sich zum Beispiel zu diesem Zeitpunkt in Ketose befinde. Das heißt: Die Leber hat reichlich Fettsäuren aus dem Fettgewebe zur Verfügung und baut diese zu Acetyl-CoA ab, einem Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels. Aus dem energiereichen Acetyl-CoA werden Ketone hergestellt und ins Blut abgegeben (das nennt sich eine ketogene Stoffwechsellage). Die Ketone können (anders als Fettsäuren) die Bluthirnschranke überwinden und von Nervenzellen aufgenommen und schließlich als Energiequelle genutzt werden. Im Hungerzustand wird das Gehirn auf diese Weise mit Energie versorgt, während der Glucosebedarf auf ein Minimum sinkt.

      Viele Grüße
      Erik

  4. Hallo Erik,
    mit großem Interesse habe ich deine Seiten studiert. Es ist wirklich toll, was du alles zusammengetragen hast und gut verständlich darstellst. Vielen Dank dafür.
    Als Hundehalter möchte ich allerdings auf eine Sache hinweisen. Wer Xylit als Zuckerersatz verwendet und Hunde hat, sollte unbedingt größte Vorsicht walten lassen, da Xylit für Hunde absolut giftig ist und zum Tode führt.

    Toll wäre es, wenn es deinen Workshop als pdf-Dokument oder in sonstiger gedruckter Weise geben würde, für alle, die keinen kindle besitzen ;-)

    Antworten
    • Hallo Saskia,

      vielen Dank für dein Feedback. Kindle-Bücher kann man übrigens auch mit einer App lesen, die für alle Plattformen kostenlos angeboten wird.

      Viele Grüße
      Erik

  5. Hallo Erik,
    tolle Videos, tolle Erklärungen – ein ganz großes Lob an dieser Stelle. Danke.
    Viele Grüße
    Britta

    Antworten
    • Vielen Dank!

  6. Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag zu Insulinresistenz! Ein außerordentlich wichtiges Thema, zu dem man leider nicht viele zuverlässige Informationen findet.

    Antworten
    • Dankeschön!

  7. Hallo Erik,

    mir ist aufgefallen, dass im Internet auf einigen Seiten empfohlen wird anstelle von Säften lieber selbstgemachte Smoothies zu trinken, da dort die ganze Frucht püriert und nicht nur ausgepresst wird. Somit sollen mehr Ballaststoffe enthalten sein, was ja bekanntlich dafür sorgt, dass der Zucker langsamer vom Körper aufgenommen wird. Auf anderen Seiten wiederum wird davon abgeraten, mit der Begründung, dass beim Pürieren die Ballaststoffe aufgebrochen werden und somit ihre ursprüngliche Funktion im Körper nicht mehr erfüllen. Wie ist deine Meinung zu diesem Thema? Ist es sinnvoll Früchte selbst zu pürieren oder könnte man stattdessen genauso gut einen Saft trinken? Anderes Beispiel: Ich mache mir meinen Pflaumenmus selbst, indem ich getrocknet Pflaumen einweiche und püriere. Ist das überhaupt sinnvoll? Bislang dachte ich, dass durch den hohen Ballaststoffgehalt, der Zucker langsamer aufgenommen wird. Stimmt das in diesem Fall auch noch?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. :)

    Liebe Grüße sendet

    Wiebke

    Antworten
    • Hallo Wiebke,

      meinen Rat zum Umgang mit Obst findest du im Artikel zum Zucker: https://workshopernaehrung.de/zucker/

      Generell würde ich nicht mehr als zwei Stücke Obst am Tag empfehlen, um den Fruchtzucker-Gehalt in der Ernährung gering zu halten. Außerdem würde ich Früchte nicht in Form von Säften, Smoothies, Pürees etc. verzehren, da die Verdauung sonst viel zu schnell abläuft (Obst lieber essen, nicht trinken).

      Die Sache mit den Ballaststoffen kann ich nicht nachvollziehen. Es kommt viel mehr auf den Zerkleinerungsgrad der Nahrung an: Ein grob gekautes Stück Orange bei dem noch viele Zellen intakt sind, benötigt wesentlich mehr Zeit um im Magendarmtrakt zerlegt zu werden. Wenn die Zellen durch feines Mixen und Pürieren dagegen komplett zerstört werden, wird auch der Zucker freigelegt und kann sofort aufgenommen werden. Ob dann dort auch noch ein paar Ballaststoffe mit herum schwimmen, macht dann keinen großen Unterschied mehr.

      Viele Grüße
      Erik

    • Hallo Erik, vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Das hilft mir sehr weiter :)

      Liebe Grüße

      Wiebke

  8. Hallo Erik,
    ich mache eine Weiterbildung zur Ernährungsberaterin und habe mich sehr viel mit Deiner Seite und den youtube Videos dazu beschäftig. Die Videos schaue ich mir zwischendurch immer mal wieder an und ich habe schon vielen Bekannten davon erzählt. Sie sind wirklich anschaulich erklärt. Ganz toll !!! Hast Du evtl. auch eine Auflistung der Studien, aus denen Du Deine Informationen beziehst, damit man sich in Gesprächen darauf stützen kannst?
    Herzliche Grüße aus dem schönen Münsterland
    Silke

    Antworten
    • Hallo Silke,

      vielen Dank für dein Feedback!

      Ich habe leider kein ausführliches Literatur- und Quellenverzeichnis beim Erarbeiten des Kurses angelegt. Die meisten Studien sollten sich jedoch leicht via Google oder PubMed finden lassen. Du kannst mir auch jeder Zeit eine kurze Anfrage in den Kommentaren oder per Mail stellen, wenn dich eine Studie besonders interessiert. Ich suche die Quelle dann gerne heraus.

      Viele Grüße
      Erik

  9. Lieber Erik,
    ich bereite mich gerade auf meine Prüfung zur ärztlich geprüften Fastenleiterin (dfa) vor und dein Webseiten haben mir unglaublich bei der Vorbereitung geholfen. Deine Erklärungen, Bilder und Grafiken sind einfach sehr einprägsam. Vielen herzlichen Dank dafür!
    Um die was zurück zu geben, habe ich mir auch dein Buch für den Kindle gekauft.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Gestalten dieser gelungenen Seite!
    Herzliche Grüße aus München von
    Stephi

    Antworten
    • Hallo Stephi,

      vielen Dank für das Feedback und die Unterstützung! Freut mich sehr zu hören, dass dir meine Seite weitergeholfen hat und wünsche viel Erfolg bei der Prüfung.

      Viele Grüße
      Erik

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